Abwehr beginnt im Mund


Schärfe und Säure wehren Keime ab
Abwehr beginnt im Mund

Münchner Forscher untersuchten in einer Studie die Auswirkung von Geschmacksstoffen auf die Immunabwehr im Speichel. Zitronensäure und die Schärfe des Ingwers aktivierten Eiweiße, die Pilze und Bakterien abwehren.

Untersuchung der Speichelzusammensetzung

Die Forscher von der Technischen Universität München stellten sich die Frage, welchen Einfluss verschiedene Geschmacksstoffe aus der Nahrung auf die Zusammensetzung des Speichels im Mund haben. Die getesteten Geschmacksstoffe waren Zitronensäure (sauer), Kochsalz (salzig), der Geschmacksverstärker Glutamat (umami oder würzig), der Süßstoff Aspartam (süß), Gingerol aus der Ingwerwurzel (scharf) und zwei Substanzen aus dem Szechuanpfeffer (kribbelnd und betäubend). Nach der Stimulation nahmen die Forscher frische Speichelproben und bestimmten Art und Menge der enthaltenen Eiweiße (Proteine).

Proteine gegen Wachstum von Bakterien und Pilzen

Der scharfe Inhaltsstoff aus dem Ingwer regte die Aktivität eines Poteins an, was zu einer dreifach höheren Menge der Verbindung Hypothiocyanat führte. Hypothiocyanat blockiert das Wachstum von Bakterien und Pilzen, indem es in ihren Stoffwechsel eingreift. Nach Gabe von Zitronensäure verzehnfachte sich die Menge an antibakteriellem Lysozym im Speichel. Lysozym ist in der Lage, die Zellwand vieler Bakterien zu zerstören.

„Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen", erläutert Prof. Thomas Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie.

Quelle: Ärztezeitung

News

Ketamin als Stimmungsaufheller?
Ketamin als Stimmungsaufheller?

Kein Langzeiteffekt

Depressionen sind manchmal schwer zu behandeln. Große Hoffnungen wurden auf die Infusion von Ketamin gesetzt. Nun zeigt sich aber, dass diese Behandlung wahrscheinlich keinen Langzeiteffekt hat.   mehr

Antidiabetika schützen das Herz
Antidiabetika schützen das Herz

Verringertes Infarktrisiko

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.   mehr

Teenager gegen Meningokokken impfen
Teenager gegen Meningokokken impfen

Weil sie besonders gefährdet sind

Neben Säuglingen sind vor allem Jugendliche gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren. Deshalb hat die STIKO jetzt ihre Impfempfehlungen aktualisiert: Alle 12- bis 14-Jährigen sollen die Meningokokkenimpfung erhalten, unabhängig davon, ob sie schon vorher dagegen geimpft worden sind.   mehr

Auf Borstenhygiene achten
Auf Borstenhygiene achten

Keimfalle Zahnbürste

Regelmäßiges Zähneputzen soll Zahnfleisch und Zähne eigentlich gesund halten. Doch achtet man dabei nicht auf die Hygiene, wird die Zahnbürste zur Keimschleuder.   mehr

Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht
Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht

Mythos entkräftet

Bei feuchtem Wetter wird das Rheuma schlimmer – das hat schon die Großmutter gewusst. Und auch heutzutage klagen darüber viele Menschen, die an Erkrankungen von Knochen, Muskeln oder Gelenken leiden. Doch laut einer aktuellen Untersuchung gehören wetterfühlige Knochen ins Land der Phantasie - bis auf eine Ausnahme.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Tina Ertl
Telefon 02381/92 15 10
E-Mail info@einhorn-apotheke-hamm.de