Schneckengift gegen den Schmerz


Forscher entschlüsseln Gift-Struktur
Schneckengift gegen den Schmerz

Viele Medikamente kommen eigentlich aus der Natur: Penicillin stammt aus Pilzen und die Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff des Aspirins, aus der Weidenrinde. Und auch Kegelschnecken haben etwas zu bieten: die Meerestiere bilden ein Nervengift. Forscher der Universität Bonn wollen damit Schmerzen lindern.

Fleischfresser…

Versteckt im Schlamm wartet die Kegelschnecke Conus purpurascens auf ihr Opfer. Die Atemröhre der Schnecke ragt aus dem Schlamm hervor und lockt Fische an – die Beute der Schnecke. Kommt ein Fisch neugierig näher, schießt die Schnecke blitzschnell eine giftige Harpune auf ihn ab. Das gelähmte Opfer lässt sich anschließend leicht von der Schnecke verspeisen.

Auch für Menschen sind die Gifte der Kegelschnecke, die sogenannten Conotoxine, gefährlich. Die Nervengifte wirken schon in kleinsten Mengen und unterbrechen die Signalübertragung in den Nervenbahnen. Taucher sollten deshalb lieber die Finger von den Weichtieren lassen.

…und Schmerzkiller

Forscher der Universität Bonn machen sich die Conotoxine zum Wohle des Menschen zunutze. Sie wollen daraus Wirkstoffe entwickeln, mit denen man Krebskranke oder Patienten mit chronischen Schmerzen behandeln kann. Denn richtig eingesetzt, blockieren die Eiweiße die Schmerzweiterleitung. Gegenüber klassischen Schmerzmitteln wie Morphin haben sie ein großes Plus: „Der Vorteil solcher Conotoxine ist,  dass sie nicht abhängig machen“, erklärt die pharmazeutische Chemikerin Diana Imhof.

Den Wissenschaftlern ist es gelungen, die Conotoxine aus der Kegelschnecke zu isolieren und im Labor zu vervielfältigen. „So konnten wir die Struktur verschiedener Varianten des Conotoxins µ-PIIIA aufklären und deren unterschiedliche Wirkung untersuchen“, fasst Imhof zusammen. Die Forscher fanden drei Varianten des Gifts, die biologisch wirksam sind. Es wird jedoch noch Jahre dauern, bis Patienten von dem Schneckengift profitieren. „Unsere Untersuchungen befinden sich noch im Stadium der Grundlagenforschung“, sagt Imhof.

News

Diabetes erhöht Krebsrisiko
Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

Beim Typ-2-Diabetes drohen etliche Folgeschäden. Dabei gilt es nicht nur, auf Nieren, Augen und Nerven zu achten. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.   mehr

Tipps für sicheren Grillspaß
Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.   mehr

Waschen, cremen, inspizieren
Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.   mehr

Weiblicher Schlaf und Hormone
Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

Ob man morgens ausgeschlafen oder müde ist, hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Einfluss haben die Hormone?   mehr

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Tina Ertl
Telefon 02381/92 15 10
E-Mail info@einhorn-apotheke-hamm.de